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Der Entmenschlichung auf der Spur

Unsere Schüler/innen der 13. Klassen des Technisches Gymnasiums vertieften ihren Geschichtsunterricht jüngst durch einen Besuch auf der Schwäbischen Alb, wo in der ländlichen Idylle Menschheitsverbrechen begangen wurden.

Schloß Grafeneck

1940 startete am dort gelegenen Schloss Grafeneck die „Aktion T4“, bei der die Nationalsozialisten 10 654 Menschen mit Behinderung grausam ermordeten. Diese wurden vom Hitler-Regime zunächst als teure Belastung stigmatisiert und offen entmenschlicht, wenige Jahre später systematisch getötet.

Der Workshop ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur genaue Einblicke und eine Führung über die Schlossanlage, sondern auch eine persönliche Auseinandersetzung mit Tätern und Opfern der ehemaligen Tötungsanstalt. Diese personalisierte Perspektive gab den Gymnasiasten ein intensives Gefühl für die Menschen hinter dieser Zahl.

Der Besuch konnte fraglos eine Brücke in die Gegenwart schlagen. Die 40 Besucher stellten sich auf dem Schlossgelände unweigerlich die Frage: Wie gehe ich heute mit diesem Verbrechen um? Schließlich gelang die Vergangenheitsbewältigung der Verbrechen erst mit großer Verzögerung.

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