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Vom Silicon Valley zu uns

Fail, Struggle and Succeed

Begrüßung von Jens Wenzel durch Herrn Klaus

Ein herzliches Willkommen

Jens Wenzel berichtet den TG-Schülern über seinen Werdegang

Jens Wenzel vor vollem Haus

Jens Wenzel berichtet an Hand einer Landkarte über die Besonderheiten und die daraus resulierenden Möglichkeiten der Kleinräumigkeit des Silicon Valleys

Silicon-Valley: kurze Wege, schnelles Handeln

Einer der anwesenden Lehrer von Herrn Wenzel bedankt sich auch im Namen der Schüler.

Einer der anwesenden Lehrer von Herrn Wenzel

Herr Wenzel hat Anschauungsmaterial mitgebracht, das die Schüler begutachten.

Anschauungsmaterial macht die Runde

Die Schüler erhalten weiteres Material zur Ansicht.

Weiter mit Anschaulichkeit

Hochgeschwindigkeitskonnektor

Die Schüler stellen zahlreiche Fragen, die von Herrn Wenzel zufriedenstellend beantwortet werden.

Jens Wenzel stellt sich allen Fragen

„It’s okay to fail“ — Misserfolg als Chance sehen — wenn jemand ein solches Motto einer begeisterten Schülerschaft vermitteln kann, ist das sicherlich nicht irgend jemand. Es ist Jens Wenzel, ehemaliger Schüler am Technischen Gymnasium der Werner-Siemens-Schule und seit Jahren leitender Mitarbeiter bei Intel an wohl dem IT-Standort schlechthin: dem Silicon Valley. Doch der IT-Fachmann hat seine Wurzeln nicht vergessen. Darum nutzt er die kurze Zeit eines Heimatbesuches in Stuttgart, um am 4. Dezember 2017 der jüngeren Generation einen der seltenen Einblicke hinter die Kulissen des berühmten Tales zu ermöglichen.

So berichtet er von der Fertigung von Halbleitern im „Bunny-Kostüm“ (Reinraumanzug), dem Moore‘schen Gesetz und Innovationstrends in der IT-Welt. Dabei macht Wenzel deutlich, dass der rasante Fortschritt selbst für ihn kaum vorstellbar sei. Immer mehr Leistung, bei gleichzeitiger Minimierung von Kosten. Und es scheint nichts unmöglich. Aktuelle Chips verfügen über ein Vielfaches der Zahl von Transistoren des Chips, an dem Jens Wenzel noch vor kurzer Zeit selbst mitgearbeitet hat. Jeder trägt heute einen Hochleitungsrechner in der eigenen Hosentasche! Noch vor wenigen Jahren undenkbar und heute doch bereits Standard. Und die Zeit steht auch weiterhin nicht still: Ein Fokus liegt dabei laut Wenzel auf der Entwicklung von Social Presence und KI (Künstliche Intelligenz).

Jens Wenzel strahlt Begeisterung aus, die ansteckt. Dabei gerät sein Vortrag nicht zu einer Glorifizierung des Silicon Valley. Vielmehr schildert er es als einen Ort der Extreme. So sei das Risiko ein ständiger Begleiter und die Konkurrenz sei unerbittlich. Es locken ein sehr guter Verdienst bei gleichzeitig astronomischen Miet- und Lebenskosten. Ein Ort, der wie eine Familie zusammengewachsen ist, und dennoch seine Leute bei Bedarf einfach entlässt. Aus eigener Erfahrung berichtet er, dass Meetings auf der ganzen Welt umweltfreundlich von zu Hause aus erledigt werden, dies jedoch auch gleichzeitig nicht anders gewünscht ist. Jens Wenzel kommt daher zu einem Fazit, das er mit den Worten Dickens‘ beschreibt: „It was the best of times, it was the worst of times“.

Den Schülerinnen und Schüler gibt er dabei drei Grundsätze mit auf den Weg: It’s okay to fail, It’s okay to struggle, It’s okay to succeed. Ohne Risiko wird man es im Silicon Valley zu nichts bringen, dabei entstehen aus Fehlern jedoch neue Chancen und Ideen, für die es sich zu kämpfen lohnt. Hat man etwas erreicht, wird dies im Valley auch honoriert — ohne Neid.

Jens Wenzel weiß zu begeistern. So stellen die Schülerinnen und Schüler während des Vortrages immer wieder Zwischenfragen und bleiben sogar über die Pause, um noch ein wenig mehr vom Sagen umvobenen Ort zu erfahren. Jens Wenzel hat seine Entscheidung nie bereut, dennoch zieht es ihn immer wieder gern zurück in seine schwäbische Heimat, nach Stuttgart.