Physik zum Anfassen für die Schüler des Zweijährigen Berufskollegs - eine Woche jeden Nachmittag zu Gast an der Hochschule für Technik in Esslingen
bei Prof. Dr.-Ing. Coenning und Studenten der Ingenieurpädagogik.
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Die Schüler Michael Bedard, Artur Brozynski, Daniel Manso, Nico Müller, Thomas Schäfer, Moritz Weber und Jonas Winter bereiteten das Thema »Strom« für Vorschulkinder im Anna Haag Mehrgenerationenhaus konkret und spannend auf.
So ruhig wie an diesem Nachmittag geht es in der KiTa des Anna Haag Mehrgenerationenhauses selten zu. Zwölf Kinder im Vorschulalter hingen gebannt und mucksmäuschenstill an den Lippen der Berufsschüler, die ihnen den elektrischen Stromkreis erklärten. Die Schüler erlernen im zweiten Jahr ihrer dualen Ausbildung den Beruf des Elektronikers für Geräte und Systeme bzw. des Systemelektronikers.
Gleich zu Beginn zeigte sich, dass die Kinder eine eigene, durchaus treffende Sicht der Dinge haben.
»Die Erde hat doch keine Steckdose!« war spontan vom fünfjährigen Jannis zu hören. Die Berufsschüler bezogen die Feststellung in ihr Konzept mit ein.
Sie hatten sich im Vorfeld sehr genau über den Entwicklungsstand der Kinder informiert und das Thema »Strom« altersgerecht mit einer Zeichentrickanimation und einem eigens entwickelten Spiel veranschaulicht.
Hochkonzentriert waren die Kleinen auch bei der Sache, als im Anschluss jedes Kind mit Unterstützung der Berufsschüler seine eigene »coole« Taschenlampe bauen durfte.


Die angehenden Elektroniker hatten im Rahmen eines Projektes ein Konzept für den Bau von Taschenlampe mit Kindern anhand eines Vorgabenkatalogs entwickelt.
Die Schüler hatten sich dazu selbst in fünf Gruppen organisiert und die einzelnen Arbeitsschritte geplant. Preisermittlung und Kalkulation gehörten ebenso zu den Aufgaben wie eine Material- und Werkzeugliste und der Entwurf eines Informationsschreibens an die Eltern der Kinder.
Die Ergebnisse der fünf Gruppen wurden im Unterricht von Herrn Buchholz präsentiert und bewertet, bevor die beiden erstplatzierten Konzepte schließlich im Anna-Haag-Haus für die Kinder Wirklichkeit wurden.
Mit dem Projekt "MINToring", das Teil der Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung ist, verfolgt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und regionalen Partnern das Anliegen, mehr junge Menschen für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern, ihr Interesse daran zu festigen und zur Aufnahme eines entsprechenden Studiums zu motivieren.
Im Mittelpunkt des Förderprogramms steht die kontinuierliche Beratung und Unterstützung der Jugendlichen durch Studierende der MINT-Fächer, den "MINToren".
Die "MINToren" stehen den geförderten Schülern und jungen Studierenden mit Rat und Tat zur Seite.
Diese Zusammenarbeit eröffnet darüber hinaus die Chance, Jugendliche und Studierende frühzeitig an die Begabtenförderwerke heranzuführen.
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